Urkundlich zum ersten Mal erwähnt 1364, als Graf Heinrich von Montfort und die Bürger der Stadt auf den Altar des Heiligen Mauritius eine Kaplanei stifteten. Es wird vermutet, daß die Kapelle schon einige Jahrzehnte zuvor gebaut wurde, möglicherweise im Anschluß an die große Pest 1348, als die vielen Toten der Stadt dort beerdigt wurden.
Graf Hugo der XVII erfüllte mit dem Wiederaufbau der zerfallenen Kapelle 1627 ein Gelübde, als mit der Geburt des Sohnes Johann sich der männliche Erbe einstellte. Kurz darauf wurde die Kapelle im 30ig jährigen Krieg wieder zerstört.
Graf Hugo ließ sie 1659 in der heutigen barocken Form wiederaufbauen. Bemerkenswert die Bildtafeln von Andreas Brugger (früher Pfarrkirche). Die spätgotische Pieta in der Pfarrkirche und die Madonna mit Kind stammen aus St. Johann. St.Johann war immer Ort eines Spitals und eines Friedhofes für Fremde und Opfer von Seuchen. 1870 ist es durch Kaplan Aich zum Gründungsort der Stiftung Liebenau geworden.
Mesner:
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